Konrad Promitzer April 2020 Rezension bei Googlemaps LKH Wagna:

Als ich 5 Jahre alt war wurde mir im LKH Wagna im Zuge einer Nabelbruchoperation mein Bauch wegen einer angeblichen Bindegewebsschwäche derart zusammengespannt, dass ich auch 46 Jahre danach täglich an den Folgen leide und keinen sitzenden Beruf ausüben kann, ohne Bauchschmerzen und Entzündungen in den Augen (Uveitis) zu bekommen. Als Kind/Jugendlicher/junger Erwachsener habe ich so viel geweint, dass alle glaubten ich sei ein Sensibelchen und faul in der Schule. Weil das Sitzen alleine mir Schmerzen und Augenentzündungen bis zu Ödemen hinter der Netzhaut bereitet, bin ich selbstständig tätig und kann meinen Beruf als Architekt nicht ausüben. Das Leben mit dieser Einschnürung #bellyconstriction kennt zwei Zustände: Einen unerträglichen „Normal“-Zustand und die Hölle! Durch die Amputation eines Teils der die Bauchhöhle innen auskleidenden Faszienhülle (Fascia transversalis) kam es zu einer ringförmigen extremen Einschnürung der unteren Leibeshöhle. Mit diesem Sanduhrbauch müssen die Gedärme täglich zurechtkommen. Im „Normal“Zustand haben sie sich irgendwie damit arrangiert und es ist unerträglich, aber ich kann ein bisschen mit Diät und Nicht-Sitzen täglich gegensteuern, dass es zu keinen Entzündungen in den Gedärmen und infolge dessen zu schweren Entzündungen in den Augen kommt, die die Sehkraft beeinträchtigen. (10 Jahre lang bekam ich Remicadeinfusionen, um diesen Augenentzündungen gegenzusteuern). Das abartigste, schlimmste ist aber der #bowelswitch. Der #bowelswitch ist ein einmaliges, nicht umkehrbares Ereignis, wo es die Gedärme durch diesen inneren undehnbaren Faszienring nach oben quetscht. Ab dem Zeitpunkt, wo sich eine Darmschlinge nach oben gequetscht hat, beginnt der wahre Alptraum: Jedes Essen bereitet extreme Probleme, weil es zweimal an dieser Einschnürungskante vorbei muss, an welcher der Darm abgeklemmt ist. Flüssigernährung, kaum schlafen 10kg Gewichtsverlust und extreme Schmerzen folgen. Die Ärzte schaun nur ratlos und suchen Entzündungen und Geschwüre im Darm/Magen/etc. Aber nicht nach einer Einschnürung. Sowas gibt es für sie nicht, also muss es psychisch sein. Ich hatte diesen #bowelswitch 1988, 1996 und 2019. An dem ist gar nichts psychisch. Das ist eine künstlich operativ herbeigeführtes anatomisches Desaster. Es dauert ca. ein halbes Jahr, in dem ich oft am liebsten eine Tablette schlucken und sterben würde, bis wieder der „Normal“-Zustand erreicht ist. Auch das Körpergewicht muss wieder die 10kg hinaufgehen. Erst dann haben sich Einschnürung und Eingeweide so arrangiert und ein stabiler Zustand etabliert, dass es wieder sowas wie ein „normales“ Leben gibt. Die Einschnürung ist immer da, eine investigative laparoskopische Untersuchung wurde mir im LKH Graz Dez. 2019 verweigert bzw. für nicht notwendig erachtet. Ich werde diese nun privat durchführen lassen.